NetApp SnapManager und NetApp DFM/DPM
Verfasst von Thomas Hoßfeld am 16. September 2010
Für den NetApp Snapmanager für Sharepoint gibt es eine neue Version: die 6.0. In zwei Jahren von 1.0 auf 6.0 - da muss sich etwas getan haben! Zeit, mal wieder den Umgang mit allen Tools zu trainieren. SnapDrive arbeitet wie gewohnt hoch zuverlässig, stabil und schnell - man muss es nur schaffen, die Firewall zum richtigen Zeitpunkt korrekt zu konfigurieren, was NetApp leider noch nicht in die Setup-Routinen eingebaut hat.
Die Verwaltung der NetApps per Systemmanger 1.1R1 sieht vielversprechend aus - nachdem ich feststellen musste, dass sie jedoch anders als die Konsole die "nächsten" Disks zur Erstellung von Aggregaten heranzieht und nicht die nächsten ausgenullten (=Wartezeit!) und auch die Zuordnung zu lokalen Gruppen nicht korrekt wiedergibt, bleibe ich jedoch bei der Filerkonsole.
Der NetApp DPM erlaubt es, Nearstore-Systeme sehr einfach und schnell für ein sekundäres Backup einzubinden. Vorrausgesetzt man weiss, in welcher Reihenfolge welche Schritte auszuführen sind. Hier wünscht man sich in der Hersteller-Doku taskbezogene Ausführungen. Das Ergebnis ist immer wieder überraschend: auf der Sekundärseite wird per Automatismus konsequentes Thin Provisioning betrieben. Damit ist der im Storage benötigte Platz im Vergleich zur Primärseite viel geringer, so dass sich auf der Sekundärseite ruhigen Gewissens weit zurückreichende Backups archivieren lassen. Alle Snapmanager, die SnapVault-Konfigurationen unterstützen (der SnapManager Hyper-V 1.0 ist hier die Ausnahme und tut dies nicht), können auch nahtlos mit den sekundären Backups für Restore-Zwecke umgehen. Bei SME und SMSQL lässt sich dies auswählen; der SMOSS nutzt automatisch jeweils die nächste verfügbare Version (primär, dann sekundär).
Im SME ist Single Mailbox Restore ab der Version 6.x fest im GUI verankert und damit extrem bequem zu bedienen - ein Genuss!
SnapManager Sharepoint (SMOSS) verfügt über einige interessante Zusatzfunktionen: ein Extender sorgt dafür, Daten bestimmter Größe und/oder bestimmten Alters auf File-Storage auszulagern und hilft damit, die SQL-Datenbanken klein zu halten. Eine Archivierungsfunktion verfolgt dasselbe Ziel; allerdings können hier die Endanwender Einfluß nehmen - auch eine Archivierung in SnapLock-Bereiche, die also erst nach Jahren wieder überschrieben werden dürfen, ist möglich. Abgerundet wird das Produkt um Migrationswerkzeuge "hin zu Sharepoint", die z.B. bei der Auflösung von Exchange Public Foldern helfen und den Umstieg auf Sharepoint zumindest beträchtlich vereinfachen. Migrationen sind außerdem möglich für Lotus-Systeme, Dateien und eRooms (was auch immer das ist ...).